7 Tipps im Umgang mit der Terminservicestelle (TSS)

1. Ab sofort ist die Meldung freier Termine an die TSS nicht mehr freiwillig, sondern eine aufforderungslose Pflicht. Die Meldepflicht obliegt nicht nur Fachärzten (einschließlich Psychologischen Psychotherapeuten), sondern auch Hausärzten – ausnahmslos. Also werden Sie aktiv, sonst drohen im schlimmsten Fall Disziplinarmaßnahmen.

2. Die Meldepflicht bezieht sich auf die nächsten vier Wochen – gerechnet ab dem aktuellen Datum. Für spätere Zeiträume ist die Meldung fakultativ. Eine Aufforderung der KV zur Meldung freier Termine wird voraussichtlich aber nur erfolgen, wenn in der TSS akuter Bedarf entsteht.

3. Nutzen Sie das zur Meldung von Ihrer KV zu Verfügung gestellte Programm (»eTerminservice«).

4. Denken Sie daran, gemeldete Termine unbedingt unverzüglich wieder abzumelden, wenn Sie den Termin anderweitig vergeben haben. Sonst drohen Terminkollisionen und damit unnötiger Ärger.
5. Sagt ein Patient einen vermittelten Termin ab, müssen Sie den freigewordenen Termin unverzüglich der TSS melden oder ihn selbst anderweitig vergeben. Ein Anspruch auf Ausfallhonorar gegen den Patienten besteht in aller Regel nicht.

6. Die Absage eines vermittelten Termins ist nicht ohne weiteres möglich. Der Bundesmantelvertrag­ Ärzte erlaubt eine Absage nur dann, wenn ein »begründeter Fall« vorliegt. Ein solcher dürfte z. B. gegeben sein, wenn der Arzt erkrankt ist.

7. Schaffen Sie freie Termine für die TSS, denn ab sofort werden die Leistungen im vermittelten Behandlungsfall extrabudgetär – also zum vollen Punktwert – vergütet. Und ab August gibt es noch einmal bis zu 50 % Zuschlag zur Versicherten bzw. Grundpauschale – ebenfalls extrabudgetär.


TORSTEN MÜNNCH